Dreiländergarten

Ob als Kunstpark, Festivalgelände, Veranstaltungsort für Märkte und Messen, Laufstrecke für Sportler oder als Treffpunkt zum Grillen und Chillen in den Sommermonaten: der Dreiländergarten am Südrand der Stadt gehört heute als grüne Oase wie selbstverständlich zu Weil am Rhein. Der weitläufige Landschaftspark mit mehr als 30 Hektar Fläche bildet eine grenzüberschreitende grüne Lunge von den Basler Langen Erlen über den Landschaftspark Wiese bis zur Weiler Gartenstadt.

1998 noch ungeordnetes Brachland mit Schrebergärten und einer ehemaligen Kiesabbaufläche hat die Landesgartenschau "Grün '99" den Dreiländergarten als Freizeitpark für die Menschen der Stadt geschaffen. Mit der Schau sind der "Schlaich-Turm" und andere spektakuläre Bauwerke wie die Landscape Formation One ("Hadid-Pavillon") und vieles mehr entstanden. Das Areal umrahmt das Sportzentrum Nonnenholz mit dem Erlebnisbad Laguna und Fußball-, Tennis- und Beachvolleyballplätzen. Fitness-Bewusste können ab März 2019 in der erweiterten Street-Work-Out-Anlage am "Schlaich-Turm" ihre Muskeln stählen.

Die Landesgartenschau "Grün '99" fand von April bis Oktober 1999 auf dem heutigen Areal des Dreiländergartens in Weil am Rhein statt. Zur Ausrichtung des Projekts wurde die "Landesgartenschau Weil am Rhein 1999 GmbH" gegründet, eine Tochtergesellschaft der Stadt. Aufgabe der Gesellschaft war Planung und Durchführung der Schau. Heute kümmert sich das Unternehmen um Pflege und Unterhalt des Geländes. Der zeitgleich gegründete "Förderverein DreiLänderGarten" hat sich ebenfalls bis heute dem Erhalt und der Pflege des Areals verschrieben und sorgt immer wieder für neue Impulse zur Gestaltung.

Landesgartenschau Weil am Rhein 1999 GmbH
Geschäftsstelle
Torben Stoffel
07621 704 – 211
m.indlekofer@weil-am-rhein.de

Förderverein DreiLänderGarten Weil am Rhein 1999
Christoph Huber, Erster Vorsitzender
07621 / 704 - 102
c.huber@weil-am-rhein.de

Dreiländergarten
 

Noch nie war so viel Kunst zu sehen bei einer Landesgartenschau wie auf der Grün99, schrieben viele Medien nach dem Weiler Ausstellungs- und Veranstaltungsereignis zur Jahrtausendwende. Viele der 1998 ausgewählten und realisierten Kunstwerke sind heute noch zu sehen. Sie wurden seither ergänzt um künstlerische Objekte, die während des elftägigen Festivals „Kieswerk Open Air“ entstanden sind.

Eisentulpe - Max Meinrad Geiger

Eine fünf Meter hoche Tulpenblüte aus Stahl markiert den Eingang des Dreiländergartens an der Basler Straße. Der Inzlinger Künstler Max Meinrad Geiger hatte sie für die Landesgartenschau „Grün99“ geschaffen. Die Tulpe selber war jahrelang ein Markenzeichen des Künstlers. Über zehn Jahre lang gehörte er zur ersten „Generation“ der Kesselhaus-Künstler. Als "König des Kesselhauses" wurde er vom Regio-Magazin bezeichnet, weil er als einer der ersten Künstler im Weiler Kulturzentrum auch viele Projekte lancierte, die andere Künstler einbezogen hatten. Vom grenzüberschreitenden Projekt "Wasser-Werke" bis hin zur Ausstellung rings um das Inzlinger Wasserschloss, vom Kunst-Happening der Gruppe "Quattro+" im Dreiländergarten bis zum Kunstkalender "Kupoka" - überall hatte der Inzlinger Impulse gesetzt oder erste Ideen formuliert und in die Tat umgesetzt.

In den Siebzigerjahren hatte er sein künstlerisches Handwerkszeug bei Franz Fedier an der Basler Kunstschule erlernt, seit 1980 war er dann immer wieder mit Sonnenrädern oder ihren Hälften in Erscheinung getreten, die bei gezackter Trennung wie Tulpen wirkten. Das Florale, Organische reizte den Künstler, der seine Ideen in den verschiedensten Ausführungen auslotete. Immer wieder gerne auch im öffentlichen Raum.

Ein erstes großes gelbes Sonnenrad hatte er auf den Asphalt des Platzes am Lörracher Hirschenbrunnen gemalt – ein Geschenk des Künstlers an die Stadt –, ein zweites auf den Meeraner Platz. Sonnenräder zieren auch den fünf Meter hohen Feuerturm, der in Bernau steht. In Inzlingen hat Max Meinrad Geiger eine Wand mit Sonnenrädern gestaltet.

Beim Besuch in seinem Atelier oder in seinem Künstlergarten in Inzlingen wird deutlich, dass es ihm nicht nur um die Wiederholung der Formen geht, sondern um ihre Variation in Licht und Schatten. Er schichtet zum Beispiel Dachlatten zu Objekten zusammen und aufeinander, die von der Sonne zum Leben erweckt werden. Durch die Zwischenräume entstehen in der Projektion Formen – oftmals sind sie geometrisch strukturiert.

Zeitweise stand Max Meinrad Geiger dem Künstlerkreis Lörrach vor und beteiligte sich international an Ausstellungen. Tulpenbänke aus Beton stehen in Lörrach im Burghofgarten oder in Inzlingen. Seine Silbertulpe als Brosche war lange im Shop der Fondation Beyerle in Riehen erhältlich.
Die Eisentulpe in der Nähe der Bushaltestelle beim Dreiländergarten markiert den Eingang zur einstigen Grün 99. Auch wenn das Material durch den Prozess des Rostens wie bei den großen Wänden von Richard Serra die Vergänglichkeit symbolisieren soll, scheint die Tulpe unverwüstlich zu sein. So wie der Park, der sich mit den Jahreszeiten verändert, aber in seiner Struktur der gleiche bleibt.

Früh hatte Geiger den Kreis als ruhenden Pol entdeckt, als Synonym für die beiden Gestirne, die von jeher die Fantasie der Menschen in allen Kulturen geweckt haben. Das Spiel mit der Geometrie, das Aufbrechen der Unendlichkeit in Hälften, in sich ergänzende Fragmente ließ den experimentierfreudigen Künstler eines Tages vor der Kreishälfte mit dem gezackten Durchmesser stehen. Eine Blüte war entfaltet worden – eine Tulpe. Wie sich Max Meinrad Geiger einerseits von Empfindungen und den Quellen seelischer Befindlichkeiten leiten lässt, so neugierig nähert er sich auch den innewohnenden kosmischen Gesetzen, der Zahlensymbolik. Der Halbkreis, der zu eine vegetativen Form, nämlich der Blüte der Tulpe mutiert ist, wird vom Künstler in den unterschiedlichsten Darstellungsformen und Materialien untersucht. Während eines dreimonatigen Aufenthaltes in Schweden, vermittelt vom inzwischen verstorbenen Künstlerfreund Lasse Brander, nahm die Tulpe Formen von Vasen an, wurde positiv und negativ durch Schablonentechniken, Radierungen und Aquarellen oder Acrylgemälden immer wieder in neue Zusammenhänge gerückt, oder wie im Obergeschoss während seiner Zeit im Kesselhaus seit 1995 in Sandstein gehauen, in Eisen ausgebrannt, auf Keramik und Sperrholz geknetet und gemalt, als Tulpenbank in Übergröße in Beton gegossen oder sogar auf einem handgeknüpften Schurwolle-Teppich in Nepal produziert. Kaum ein Material wurde ausgelassen, ob Holz, Aluminium, Bronze oder Granit, Silber- oder Goldbroschen, Marmor oder Blue Pearl, einem herrlich blau funkelnden Granit. Bronzene Tulpenpostkarten, die als Unikate gegossen werden stehen für den Witz und die Ironie, mit der sich der Künstler zuweilen selbst bedenkt.

Foto: Tonio Paßlick
Foto: Tonio Paßlick
Foto: Tonio Paßlick
Foto: Tonio Paßlick
 

Haut-Hülle-nah, 1999 - Reinhard Bombsch, Beton

Kunstwerke von außergewöhnlicher Subtilität werden beim Festival „Kieswerk Open Air“ täglich von Kino-Besuchern besetzt: Manche spüren ungewohnt nah Fußabdrücke, die von erdseitig laufenden Menschen verursacht zu sein scheinen. »Haut-Hülle-nah« heißt die von Reinhard Bombsch gegossene Betonplatte vor dem Hadidbau, in mehrfacher Hinsicht berührend. Denn das Kunstwerk ist ein Sinnbild für chthonische Urwesen, die wir in der Erde erahnen, für das Erdverbundene in uns und das Verhältnis des Menschen zur Erde.
Reinhard Bombsch, Jahrgang 1955, wurde in Weil am Rhein geboren und lebt und arbeitet in Efringen-Kirchen. Nach Studium in Pforzheim und Stuttgart bei legendären Künstlern wie Alfred Hrdlicka oder Jürgen Brodwolf wurde Bombsch durch durch zahlreiche Kunstprojekte in der Region bekannt – in Weil am Rhein findet man noch am Regio-Kunst-Weg die Stahl-Bandarole „Liebe Gustave“, in der Kaufhaus-Passage den Vier-Orte-Brunnen und an der Hauptstraße die Bronze-Skulptur „Saulus“.

Foto: Tonio Paßlick
Foto: Tonio Paßlick
 

Interaktives Kunstwerk, 2013 - Wojtek Radtke (Danzig)

Seltsame weiße Striche auf dem Boden der Naturarena sind das Ergebnis eines interaktiven Projekts aus dem Jahr 2013 während des Festivals. Fotograf, Designer, Schriftsteller, Bühnenbildner, Maler, Bildhauer, Zeichner: all dies ist Wojtek Radtke, ein gefragter Künstler aus dem polnischen Seebad Sopot - dem mondänen Teil der Dreistadt an Polens Ostseeküste, zu der auch Danzig und Gdingen gehören. Wojtek Radtke wurde 2013 als "artist in residence" beim Kieswerk open air eingeladen. Festival-Leiter Tonio Paßlick besuchte sein Atelier in Sopot und lud Radtke für ein interaktives Projekt, bei dem Festival-Besucher ihre Spuren hinterließen.

„Spuren“ nennt der polnische Künstler Wojtek Radtke diese multimediale und komplexe Idee,. Letztlich kamen 15 Personen mit ausreichend guten Englisch-Kenntnissen zusammen, die bereit waren, einige Tage ein GPS -Gerät mit sich zu tragen. Daraus entstanden Mobilitätsgrafiken, die der Künstler als Basis für einzelne Kunstwerke benutzte.
Die Bodenkunstwerke auf der Betonplatte in der Naturarena blieb als künstlerische Umsetzung dieser Grafiken. Außerdem entstand ein Video-Film aus Interviews, die der Künstler mit den Teilnehmern geführt hat. Über das Leben an sich und die Spuren, die wir im Alltag hinterlassen, sollte nachgedacht werden. Vor diesem philosophischen Hintergrund fiel die Resonanz der Teilnehmer erwartungsgemäß recht unterschiedlich aus. Sich der eigenen Spuren bewusst werden, die dann auf künstlerischer Ebene umgesetzt werden; das ist Teil des Projektes, das wie eine Grafik die unterschiedlichsten Muster aufweist. Jede der Spuren wird im Gemälde von dem entsprechenden Teilnehmer signiert und ist für Außenstehende nicht nachvollziehbar.
Künstler Wojtek Radtke Foto: Tonio Paßlick
Künstler Wojtek Radtke
Foto: Tonio Paßlick
 

"Lichtblick" - Suter & Bult Stahlmatten, Gips, 2012

Suter & Bult stellen seit 1997 gemeinsam Werke an verschiedenen Orten in der Schweiz, Deutschland und Frankreich aus, erhielten 2011 einen Preis und publizierten darüber hinaus zahlreiche Bücher und Artikel. Heute fokussieren ihre Skulpturen auf historisch geschichtete, archetypische Formen, die – weit mehr als bloße Objekte – auch eine übertragene Bedeutung vermitteln. Beim Festival 2012 haben sie die Skulptur "Lichtblick" hergestellt und als Dauerleihgabe für den Dreiländergarten zur Verfügung gestellt.

Christiane Bult wurde 1957 in Basel geboren, studierte Photographie (1976/77), erwarb 1990 den Master of Arts an der Universität Basel im Hauptfach Geschichte mit einer Arbeit über Photographie, besuchte 1992-1994 die Jazz Schule Basel, wurde schließlich autodidaktisch zur Bildhauerin und stellte bereits 1995 erste Werke aus.

Pascal Suter wurde 1962 ebenfalls in Basel geboren, machte zunächst eine Spenglerlehre und besuchte in der Folge die Jazz Schule Basel (1989-1994), arbeitete dann als Assistent seines Vaters, des Bildhauers Paul Suter, bildete sich autodidaktisch zum Bildhauer aus und stellte 1997 bereits erste Werke zusammen mit Christiane Bult aus.

Foto: Tonio Paßlick
Foto: Tonio Paßlick
 

Ora et labora, 2010 - Alfonso Caravetta

Als Gastkünstler aus Kalabrien und Polen haben Dr. Alfonso Caravetta aus Coriglione Calabro, einer 38000 Einwohner zählenden Stadt in Kalabrien und Katarzyna Kedzior aus Lublin in Polen, auf Einladung des Kulturamtes Weil am Rhein eine Woche lang intensiv die Region um Weil am Rhein studiert, Museen besucht, Kontakte mit Künstlern geknüpft und vor allem Materialien gesucht, um ihr gemeinsames Projekt "Ora et labora" im Rahmen des Kieswerk Open Airs zu realisieren. Auf Schrottplätzen in der Region und Baumärkten hatte das Künstlerpaar Materialien für ein beständiges Kunstwerk gesammelt: Auf einem gemauerten Sockel im mediterran bepflanzten Trockenbeet vor dem Hadid-Pavillon drehen sich zwei große Eisenringe in einem Kugellager im Wind. Sie umrahmen das eingeschweißte Pastellgemälde des Heiligen Basilio, eines Kirchenlehrers des 4. Jahrhundert, der sich in Caesarea (Kappadokien) um den byzantinischen Ritus verdient gemacht hatte. Er hatte keinen Orden begründet, aber nach seiner Ordenslehre versuchten die griechisch-byzantinischen Mönche ihr Leben auszurichten.

Da sein Name auch Pate der Namensgebung von Basel war, ist auf der anderen Seite des Gemäldes das Basler Münster erkennbar. Die beiden geschichtsbewanderten Künstler sehen darin eine Verbindung zwischen dem gerade in Süditalien verehrten heiligen Basilius und der Region Basel, beide mit starken historischen Bezügen zu Byzanz. Der Name "Ora et labora" bezieht sich allerdings auf einen Grundsatz des Benediktinerordens in einer spätmittelalterlichen Auslegung: nämlich die Überzeugung, dass der Weg zur Gottheit nur über Gebet und harte Arbeit führt. Intensiv gearbeitet hatte das Künstlerpaar aus zwei Ländern tatsächlich an diesem Projekt, das dem Dreiländergarten erhalten bleibt. Allerdings müssen einzelne Teile wie das Bild selber zur Zeit wieder restauriert werden, da moderne Vandalen auch hier keine Rücksicht kennen.

Künstler Alfonso Caravetta und Katarzyna Keddzior Foto: Tonio Paßlick
Künstler Alfonso Caravetta und Katarzyna Keddzior
Foto: Tonio Paßlick
 

Phoenix, 1999 - Max Sauk

Nur wenige Meter nach dem Eingang zum Dreiländergarten weist der Vogel Phoenix von Max Sauk (Kandern-Holzen) in einem Teich dem Besucher den Weg über die Zeitachse, die 1999 das geschwungene Rückgrat der Grün99 bildete. Photovoltaikzellen auf den Flügeln können den Vogel bei Sonnenschein zum Wasserspeier werden lassen. Blaue und gelbe Farben unterstützen die Symbolik des mythischen Vogels, der für Vergänglichkeit und Schöpferkraft steht.
Max Sauk wurde 1929 in Hamburg geboren. Nach einer Ausbildung als Tischler studierte er zwei Jahre Architektur. Von 1950 bis 1955 besuchte er die Hochschule für bildende Künste in Hamburg, seither arbeitet er als freier Künstler. 1957 zog er mit seiner Frau Gerda nach Hannover. Seit 1985 lebt und arbeitet Sauk in Kandern-Holzen. Neben Zeichnungen, Druckgraphiken und Prägedrucken fertigt Sauk meist groß dimensionierte Skulpturen aus Granit, Marmor, Holz, Bronze und Metall, aber auch aus Polyester. Inspiriert vom Geist der italienischen Renaissance basieren Sauks Kunstwerke oft auf klassischen Motiven und sind Allegorien mit archaischen Grundformen. Ein zweites Kunstwerk steht beim Eingang des Landwirtschaftsmuseums: ein Pferdekopf aus Bronze, der jahrelang aus einer Tür seines Hauses in Holzen schaute. Das Wohnhaus in Holzen hatte Sauk nach dem Einzug in ein Gesamtkunstwerk verwandelt und jede Wand, jede Decke und viele Details in künstlerische Zusammenhänge gebracht.

Foto: Tonio Paßlick
Foto: Tonio Paßlick
 

Slinky - Odo Rumpf Eisenschrott, 2017

Der Kölner Künstler Odo Rumpf ist ein Sammler. Ein Industriearchäologe eigener Prägung auf der Spur einer sich langsam zersetzenden Epoche. Und kreativer Umdenker der von ihm entdeckten, meist verwitterten Fundstücke. Wie in einem Puzzle stellt und ordnet er sie in einen Zusammenhang und verleiht den Teilen, in von ihm erdachten Arrangements neue Bedeutungen. Doch nicht allein dieser neue, durch ihn erst erstellte Zusammenhang ist ihm wichtig; interessant bleibt ihm auch die wirkliche, wie zugedachte Geschichte der benutzten Einzelstücke. Dass das Ganze mehr ist als die Summe seiner Einzelteile, unterstreichen seine Skulpturen daher in besonders beeindruckender und in der Form sehr ästhetisch wirkender Weise. Trotz des bewussten Verhaftens in der alltäglichen Form bleiben Banalität oder auch eine provozierende Ästhetik des Hässlichen außen vor.

Odo Rumpf betreibt in Köln einen großen Kunstpark mit Schrottskulpturen. Die Bestandteile des Tierwesens "Slinky" hat er in der Region eingesammelt und während des Festivals 2017 zusammengesetzt.

Foto: Tonio Paßlick
Foto: Tonio Paßlick
 

„SteinZeit – begehbare Sonnenuhr“ (Dreiländergarten), 1998 - Minka Strickstrock, Erika Seifert-Weissmann

Das Gemeinschaftsprojekt der beiden damaligen Kesselhaus-Künstlerinnen wurde unter vielen weiteren Vorschlägen ausgewählt für die Landesgartenschau Grün99. Kunstmanager und Kulturamtsleiter Tonio Paßlick hatte davor rund 200 Künstler*innen aus der Region eingeladen, Vorschläge für eine künstlerisch ungewöhnlich intensive Gartenschau zu machen. Mit den Themen Jahrtausendwende und Vergänglichkeit und im östlichen Teil des Parks mit den Gärten der Zukunft hatten sich zahlreiche überregional bekannte Künstler*innen beschäftigt. Einige Kunstprojekte wurden als Sponsoren-Beiträge regionaler Unternehmen beigesteuert. Dazu zählte auch die „SteinZeit“ mit ihrer Verknüpfung der Zeit-Thematik und des typischen Materials des Schwemmgebietes des Rheins, in dem die Gartenschau veranstaltet wurde.
Ein nach Norden weisender Eisenzeiger wirft seinen wandernden Schatten auf den in feinen Farbnuancen gestalteten Kieskreis. Im Süden befinden sich die lichten, warmen Gelbtöne, die über Grün langsam in den kühlen blauen Farbbereich im Norden führen.
Dem Osten sind die rötlichen Steine zugeordnet. Auf ein lesbares Zifferblatt ist im Hinblick auf die Subjektivität von Zeit verzichtet worden. Zeit bleibt frei definiert. "SteinZeit" ist eine der größten Horizontalsonnenuhren Europas. Finanziert wurde die Arbeit von energiedienst Rheinfelden.

Foto: Tonio Paßlick
Foto: Tonio Paßlick
 

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KIESWERK OPEN AIR

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Peter Spörrer
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